Die Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack

Die Bad Wilsnacker Wallfahrtskirche Sankt Nikolai ist in ihrer kulturhistorischen und architektonischen Bedeutung einmalig. Der Name verweist auf die Tradition als mittelalterliches Pilgerzentrum. Mit der Verbrennung der Wunderbluthostien im Jahre 1552 durch den ersten evangelischen Pfarrer Joachim Ellefeld brach in Wilsnack die Wallfahrt abrupt ab. Der heutige Kirchenbau wurde in ursprünglich geplanter Größe niemals fertiggestellt. Gebäude und Pilgern gerieten für lange Zeit weitgehend in Vergessenheit.

Die Kirche selbst bedarf heute einer grundlegenden Instandsetzung und Pflege. Neben statisch-konstruktiven Sicherungsmaßnahmen im Tragwerk des Daches sowie der Erneuerung der äußeren und inneren Raumhülle sind Arbeiten an der reichen Ausstattung dringend geboten. Ziel ist es, diese nach dem Prinzip sakral/museal zu ordnen und eine gedankliche Zonierung des Kirchenraums vorzunehmen. Das Gesamtkonzept bezieht zudem das Umfeld mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ein: Es nimmt geistliche Aspekte für Pilger und Ortsansässige, touristische Belange für Besucher und Ankommende, den öffentlichen Raum mit seinen Wegebeziehungen, die Anbindung der Kirche an Stadt und Kur etc. in den Blick.

In Bad Wilsnack soll eine Oase entstehen mit der Wunderblutkirche im Zentrum. Der Erhalt wertvoller Bausubstanz ist dazu Ausgangspunkt. Darüber hinaus sollen durch die Neuordnung von Funktionen sowie die Einrichtung von Angeboten an Reisende ebenso wie an die Gemeinde vor Ort Strahlkraft und Anziehung wachsen.

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