Was lange verborgen war, ist wieder sichtbar
Eröffnung des Zentrums Welterbe am Domplatz 1 in Naumburg
Am 27. August wurde das Zentrum Welterbe gegenüber dem Naumburger Dom eröffnet. Damit wird aus einer viele Jahre währenden Planungs- und Bauaufgabe ein öffentlicher Ort. Für uns begann diese Arbeit 2019 mit der Beauftragung nach einem europaweit ausgeschriebenen VgV-Verfahren. denk mal architektur verantwortet Architektur und Generalplanung in den Leistungsphasen 1 bis 9. Von der Grundlagenermittlung bis zur Inbetriebnahme haben wir die ehemalige Bischofskurie durch Planung, Restaurierung und Umbau begleitet.
Unser Ausgangspunkt war nicht, dem über Jahrhunderte veränderten Bauwerk ein neues Bild aufzulegen. Es galt vielmehr, den Bestand genau zu verstehen, seine Schichten zu sichern und wieder lesbar zu machen. Historische Wandfassungen, Hölzer und Spuren früherer Nutzungen blieben sichtbar. Die notwendigen neuen Eingriffe ordnen sich ein und zeigen zugleich ihre eigene Zeit.
Empfang, Dauerausstellung und Veranstaltungsräume fügen sich in diese Ordnung. Das Lapidarium im Hof und der wiedergewonnene Kuriengarten erweitern die Räume ins Freie und lassen das Ensemble in seiner ganzen Tiefe erfahrbar werden.
Auch die Ausstellung wurde nicht als losgelöste Ebene hinzugefügt. In engster Zusammenarbeit mit Steinert & Bitterling haben wir wesentliche Inhalte, räumliche Setzungen und die Übergänge zwischen Ausstellung und Bestand gemeinsam entwickelt und bis in die Ausführung begleitet.
Architektur, Tragwerk, technische Ausstattung, Restaurierung und Freiraum waren dabei als eine zusammenhängende Aufgabe zu denken. Die Fachplanungen haben wir selbst erbracht oder unmittelbar beauftragt und in der Gesamtplanung koordiniert. Gartendenkmalpflege und Freiflächenplanung wurden in unserem Büro erarbeitet.
Wir danken den Vereinigten Domstiftern, unseren Fachplanungspartnerinnen und Fachplanungspartnern, den Restauratorinnen und Restauratoren, den ausführenden Firmen und allen Beteiligten für das Vertrauen und die intensive gemeinsame Arbeit.
Es ist schön, diesen Ort nun geöffnet zu sehen.