Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Das Kloster Memleben wurde im 10. Jh. durch Otto II. gegründet, hier starben 936 Heinrich II. und 937 sein Sohn Otto der Große – in Memleben gingen Herrscher ein und aus, hier wurde Geschichte gesiegelt.

Ein reichsunmittelbares Kloster und eine gewaltige Großkirche

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Trinitatis und Mariae wurde im 10. Jahrhundert durch Otto II. am Ort des ehemaligen Königshofes gegründet. Die Kaiserpfalz war zuvor bereits ein von den sächsischen Herrschern häufig aufgesuchter Ort. 936 starb König Heinrich in Memleben, 973 sein Sohn Otto der Große, dessen Herz in der Marienkirche beigesetzt wurde.

Die gewaltige Großkirche des 10. Jahrhunderts – heute als Grundriss erlebbar – findet in Deutschland nur mit dem Magdeburger Dom ein vergleichbares Bauwerk. Im 13. Jahrhundert wurde dann ein neuer Bau mit Klausur errichtet.

1551 wurde die Benediktinerpropstei durch Kurfürst Moritz von Sachsen aufgehoben und das Gut an die Landesschule Schulpforta übereignet. Die Kirche wurde 1722 durch einen Blitzschlag zerstört, verfiel und wurde als Steinbruch genutzt.

Neues Leben in alten Mauern

Seit 1803 begannen denkmalpflegerische Bemühungen um den Erhalt der Klosteranlage, zunächst durch die sächsische Landesregierung, nach dem Übergang an Preußen auch durch Karl Friedrich Schinkel. Erhalten geblieben sind die Ruinen der beiden Kirchen mit Krypta der Kirche des 13. Jahrhunderts und Teile der Klostergebäude.

Die ehemalige Klosteranlage und Kaiserpfalz Memleben ist heute als Museum öffentlich zugänglich. Die Anlage ist ein wichtiger touristischer Anlaufpunkt im Burgenlandkreis, eines der wertvollsten historischen Baudenkmäler im Land Sachsen-Anhalt und Teil der Straße der Romanik.

Wir dürfen mitarbeiten

Ziel der Baumaßnahme ist die Erweiterung der derzeit im Nordflügel vorhandenen Räume der Museumspädagogik und deren barrierefreie Erschließung. Dazu soll der an der Nord-Ost-Ecke der Klausur vorhandene Baukörper aus den 1970er Jahren zurückgebaut und durch einen Ersatzneubau in gleicher Kubatur, jedoch anderer Binnenstruktur ersetzt werden.

Die im Altbau residierenden Fledermäuse werden umgesiedelt und müssen im Bauprozess berücksichtigt werden. Alle Anschlüsse an die bestehenden Ost- und Nordflügel sind zu sichern und wiederherzustellen.

Daten zum Projekt

2019 Planungsauftrag
2020-2022 Planung und Genehmigung
2023-2025 Baudurchführung