Dom St. Pauli zum Heiligen Kreuz, Halle/Saale

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Seit 750 Jahren Eleganz voller Überraschungen

Eine Klosterkirche erbaut von Dominikanern

Bis heute ist sie die größte mittelalterliche Kirche der Stadt. Beeindruckend ist der schlanke hochgotische Bau ohne Querschiffe und Turm!

Unter Kardinal Albrecht dann ein Umbau der Superlative. Der Dom wurde zum Schatzkästchen, die Frührenaissance kam aus Italien über Halle nach Mitteldeutschland. Kurz war die Zeit der Pracht, gewaltsam das Ende mit der Reformation – verloren die Schätze, vergangen der Glanz. Die Kirche wurde nicht mehr gebraucht, später als Hofkirche neu genutzt und geprägt.

Nach Krieg und Pest kamen Flüchtlinge. So geschah wieder Unglaubliches – der Dom wurde vom Kurfürsten „auf ewig“ Glaubensflüchtlingen zur Verfügung gestellt. Die Baulast trägt der Staat – bis heute.

Nach den großen Sicherungen und Instandsetzungen am Hallenser Dom in den 1990er Jahren liegt nun der Schwerpunkt der Arbeiten auf dem Innenraum.

Unser Beitrag

Seit vielen Jahren dürfen wir am Dom zu Halle bauen und ihn pflegen. Zunächst wurden Putz und Farbe instand gesetzt, später Abdichtungsarbeiten ausgeführt. Parallel begann die Wiederherstellung der wertvollen Ausstattung mit Barockstübchen, steinerner Kanzel und Chorgestühl.

Die Rekonstruktion des Süd-Ost-Portals, der Einbau der Balgkammer in das Dach des Predigerwohnhauses, die Restaurierung des Altars sowie Einrichtung eines Lapidariums sind weitere prägende Schritte.

Regine Hartkopf hielt am 01.07.2021 den Festvortrag zu 750 Jahre Dom Halle

Daten zum Projekt

2007 Putz- und Malerarbeiten Innenraum
2008 Ausbau Torhaus; heutiger Sitz des Instituts für Diagnostik und Konservierung.
2009 Instandsetzung des Fußbodens
2010 Restaurierung Barockstübchen
2011 Restaurierung steinerne Kanzel
2012-2015 Erneuerung der Gewände des Süd-Ost-Portals
2014 Restaurierung historisches Chorgestühl
2017 Einbau der Balgkammer in das Dach des Predigerwohnhauses
2018 Abdichtungsarbeiten + Blitzschutz
2018-2022 Erstellung Masterplan
2019-2020 Restaurierung Altar
2021-2022 Einrichtung Lapidarium